Ballmitnahme: Moderner Tempofußball

Die hier propagierte Spielweise lässt sich nur mit einer guten Ballmitnahme verwirklichen. Nur wenn man den ersten Ballkontakt optimal nutzt, sind eine schnelle Spielverlagerung, Tempodribblings und ein Aufdrehen in freie Räume möglich. Mit dem zweiten Ballkontakt soll man bereits das Spiel fortsetzen können. Die hohe Spielgeschwindigkeit im Spitzenfußball wird u. a. durch eine hohe Qualität bei der Ballmitnahme erreicht.

Torerfolg: Torchancen erspielen und verwerten

Mittels sicherer Ballzirkulation und einer Spielaufbaustrategie kann man ständig das Angriffsdrittel bespielen. Dort gilt es dann, die Hürde Abwehrkette zu nehmen. Die Inhalte dieses Kapitels befähigen die Offensivspieler dazu, Verteidiger auszuspielen und die sich daraus ergebenden Torchancen zu nutzen.

Ballzirkulation: Verbesserung des Zusammenspiels

Der Kern des Fußballs ist das Zusammenspiel. Wird der Ball nahezu fehlerfrei in den eigenen Reihen gehalten, ist alles möglich. Damit dies gelingt, ist eine gute Qualität bei den Techniken Passen und Ballmitnahme nötig. Das taktische Ziel ist das ständige Bespielen freier Räume. Erreicht wird dies durch Freilaufen, Kommunikation und Erkennen der Spielsituation.

Defensiv-Stabilität durch Training der Viererkette erhalten

An die Fußballzeiten vor der Vierer-Abwehrkette können sich immer weniger Men-schen erinnern. In den 2000er-Jahren verteidigten noch fast alle Mannschaften gegner- und nicht ballorientiert. Die Spieler der verteidigenden Mannschaften standen dort, wo „ihre“ Gegenspieler standen, und nicht dort, wo es aufgrund der Ballposition am gefährlichsten für das Team werden könnte. Die Mannschaft war weit aufgefächert. Es herrschte keine klassische Kompaktheit.

Spiele durch Ballsicherung dominieren (komplette Trainingseinheit)

Wer dominant und erfolgreich spielen will, muss sich bei Ballgewinnen intelligent verhalten. Erobert man den Ball und ein Mitspieler startet in die Tiefe, kann ein offenes Passfenster für eine direkte offensive Aktion genutzt werden. Dies wäre eine wünschenswerte Situation und daher ist dies oft der erste Gedanke eines Fußballers. Verfügt man jedoch über kein freies Passfenster zu einem Mitspieler in die Tiefe, gilt es den Ball zu "sichern". Das bedeutet zu einem freien Spieler in der Nähe zu passen. Absolviert man nach der Ballsicherung eine Spielverlagerung, verfügt man für das Offensivspiel über Raum.

Spielverlagerung: Gegnerische Kompaktheit umspielen

Eine zeitgemäß spielende Fußballmannschaft attackiert ballorientiert. Sie verschiebt geschlossen Richtung Ball und schafft Überzahl in Ballnähe. Ein Mittel, um sich dieser „Umklammerung“ zu entledigen ist die Spielverlagerung. Durch ein schnelles Passspiel zur ballfernen Seite entzieht man sich dem Gegnerdruck und schafft Räume fürs Offensivspiel.

Profitrick Spielaufbau: Zielräume freilassen

Für ein dominantes Spiel wird ein kontrollierter Spielaufbau benötigt. Der Ball zirkuliert so lange horizontal, bis sich vertikale eine Lücke ergibt. Durch ein planmäßiges Passspiel von hinten nach vorne, erhalten die Offensivspieler gut kontrollierbare Zuspiele; die Basis für ein starkes Offensivspiel.

Drei Sprintübungen zur Verbesserung der Spielgeschwindigkeit

Die Sprintgeschwindigkeit gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten eines Fußballers. Ist er schnell, so ist vor seinem Gegenspieler am Ball. Er hält Bälle im Spielfeld, die bei langsameren Spielern ins Seitenaus gegangen wären. Er kann wegdribbelnde Gegner einholen und sie unter Druck setzen.